Woher stammt das föderale Rechtssystem in Deutschland?

Im Heiligen Römischen Reich gab es keine einheitliche Gerichtsbarkeit. Jeder Mitgliedsstaat hatte seine eigenen Gerichte. Lediglich das Reichskammergericht sicherte eine gewisse Einheitlichkeit der Rechtsprechung. Da jedoch vielen Staaten Privilegien eingeräumt wurden, wonach gegen die Urteile ihrer Gerichte kein Rechtsmittel mehr zugelassen werden musste, war dieses nicht immer letzte Instanz.

Dementsprechend war die Rechtsprechung der unteren Gerichte trotzdem von enormer Bedeutungen. Dies ist noch heute ähnlich. Kein Richter ist dazu verpflichtet, der Rechtsmeinung anderer Gerichte zu folgen und häufig bildet sich eine herrschende Meinung in der Rechtsprechung gerade über die Landgerichte und Oberlandesgerichte heraus.