Was war eine Fehde?

Als Fehde bezeichnete man die Gewaltanwendung zur Durchsetzung eigener Rechte. Dies war im Mittelalter das Recht eines jeden Wehrberechtigten, also einer Person von gewissem Stand. Da es noch keine flächendeckende und effektive Gerichtsbarkeit gab, war diese zur Rechtsdurchsetzung unerlässlich.

Die Fehde konnte auch gegenüber ranghöher stehenden Personen bis hin zum Monarchen erklärt werden. Insofern vermittelte sie bereits ein gewaltsames Widerstandsrecht gegen diktatorische Maßnahmen.